Mittlerweile sind fast zwei Wochen seit der OP vergangen, ich habe diverse Versuche, darüber zu schreiben, abgebrochen. Leider schaffe ich es nach wie vor nicht, mit der nötigen Distanz darüber zu schreiben. Also nur so viel: Es ist gut gelaufen, Zyste und Zahn sind raus und die Wunde ist inzwischen gut verheilt. Die Fäden sind auch schon gezogen, im Moment sind noch Teile der Unterlippe und des Kinns taub - aber diese Nachwirkung war abzusehen und es wird langsam besser, glaube ich jedenfalls.
Jetzt gönne ich mir und meinen Zähnen ein bisschen Erholung, dann geht die Grundsanierung weiter!
Nun ist es also bald soweit - übermorgen habe ich einen Termin beim Kieferchirurgen. Montag war ich bereits bei der Vorbesprechung, morgen habe ich dann noch einen Termin bei der Anästhesistin. Auch davor habe ich bereits Panik, da sie mir sicherlich vor der Vollnarkose auch noch Blut abnehmen wird. Vielleicht kann ich sie dazu überreden, mir direkt einen Zugang zu legen. Das ist zwar ungewöhnlich, erspart mit allerdings den doppelten Stress, mich stechen lassen zu müssen. Lieber einmal etwas mehr Schmerz als an zwei Tagen hintereinander einen Eingriff zulassen zu müssen...
Tja, vor vier Stunden habe ich eine für mich als Phobie-Patient absolut niederschmetternde Diagnose bekommen: Die Entzündung hat sich als Zyste im Unterkiefer entpuppt, die jetzt schnellstens chirurgisch entfernt werden muss - inklusive Zahn. Sie drückt nämlich ordentlich auf die Nerven - das tut weh und ist nicht gesund. Jetzt geht die Suche nach einem Kieferchirurgen los, bei dem ich schnellstens einen Termin bekomme und der mich ohne Theater in Vollnarkose operiert. Da ich einen unglaublich netten Chef und ebenso hilfsbereite Kollegen habe, kann ich morgen unmittelbar mit der ganzen Geschichte beginnen - ich werde mich am Niederrhein operieren lassen, da ich dort bei meiner Familie nach der OP sicherlich besser aufgehoben bin als alleine hier. Alleine ist falsch, mir wurde schon von lieben Freunden vor Ort Hilfe angeboten - aber ich glaube, zu Hause wird es mir besser gehen...
Wann der nächste Eintrag folgt kann ich im Moment noch nicht absehen. Im Moment bin ich einfach nur niedergeschmettert... ![]()
Puh, die vergangenen Tage haben viel Kraft und viele Nerven gekostet. Zwar bin ich verhalten optimistich, was die nächsten Tage angeht, aber man soll bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben. Mut machen kann ich mit diesem Eintrag wahrscheinlich nicht, aber zumindest alle Leidensgenossen auffordern, zu kämpfen und nicht an zu verzweifeln! Ich gebe mir jedenfalls alle Mühe...
So langsam schlägt es mir wirklich aufs Gemüt: Seit vier Tagen habe ich jetzt Schmerzen im Unterkiefer bzw. unter dem Zahn mit der Wurzelbehandlung. Mit Ibuprofen kann ich mich über Wasser halten, aber das kann auf Dauer kein Zustand sein. Heute hat mir, da mein Ibu-Vorrat zur Neige ging, die Apothekerin "Demex" empfohlen. Jetzt warte ich mal ab, wie die wirken.
Klingt blöd, aber bei aller Angst bin ich froh, Dienstag einen Termin beim Zahnarzt zu haben. Vielleicht wird es danach ja besser...